Bakterien und ihr positiver Einfluss auf den menschlichen Körper

Schutz vor Asthma durch Darmbakterien? Körper, Verdauung

Die positive Folge einer gesunden Darmflora wurde bereits in zahlreichen Studien untersucht und belegt. Und immer wieder stoßen Forscher auf neue Erkenntnisse. Zum Beispiel, dass das Risiko, an Asthma zu erkranken, deutlich steigt, wenn in den ersten Lebensmonaten eines Menschen bestimmte Bakterien in der Darmflora fehlen oder vernichtet wurden.

 

Wissenschaftler der University of British Columbia in Vancouver haben festgestellt, dass die Darmflora mit entscheidend ist, ob ein Kind Asthma entwickelt oder nicht. Dafür wurde auf Daten einer umfangreichen kanadischen Studie zur Kindergesundheit zurückgegriffen. Die Forscher nahmen sich die Auswertung von Stuhlproben vor und stellten fest, wie sich die Darmflora der teilnehmenden Kinder im Alter von drei Monaten und von einem Jahr zusammensetzte. Parallel hielten sie fest, bei welchem Kind das Asthma-Risiko besonders hoch oder Asthma bereits ausgebrochen war.

 

Das Ergebnis: Kinder mit einem besonders hohen Risiko, oder die auf den sogenannten Prick-Test bereits allergisch reagierten, hatten im Alter von drei Monaten in ihrer Darmflora deutlich weniger Bakterien der Arten Lachnospira, Veillonella, Faecalibacterium und Rothia. Das Ergebnis passt zu einer Reihe anderer Forschungsergebnisse, nach denen Kinder ein besonders hohes Allergie-Risiko haben, wenn sie in einer zu sauberen Umgebung mit wenigen Keimen und Bakterien aufwachsen. (vgl. Biologische Blauhelme im Einsatz für Haut und Körper)

 

Es zeigt auch, wie wichtig bestimmte gute Bakterien im Darm sind und dass daher die Behandlung mit Antibiotika gerade bei Babys und Kindern mit noch größerer Vorsicht und wirklich nur in Fällen bakterieller Infektionen erfolgen sollte.

 

 

Quelle: spiegel.de

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