Bakterien und ihr positiver Einfluss auf den menschlichen Körper

Bakterielle Vaginose: Vorbeugen durch gesunde Bakterien Körper

Vaginal

„Wenn Ihre Vagina Essen bestellen könnte…“ – mit diesem etwas provozierenden Satz beginnt ein Beitrag im Magazin Womenshealth. Die Antwort auf die rhetorische Frage folgt direkt: Probiotische Lebensmittel würden auf dem Speiseplan stehen. Es ist immer wichtig auf eine gesunde Balance der Bakterien in unserem Körper zu achten. Das gilt für unsere Ernährung, die die Balance der Darmmikrobiota – also der Zusammensetzung und Vielfalt der Darmbakterien – beeinflusst. Das gilt selbstverständlich auch für Bakterien auf der Haut und eben auch für die Scheidenflora und die Mikroflora im Intimbereich.

Eine gesunde Scheidenflora enthält eine große Menge von Milchsäurebakterien (Lactobacillus), die für ein relativ saures Scheidenmilieu (pH-Wert etwa 4,5) sorgen und so Krankheitserreger wie Gardnerella vaginalis abwehren. Die Verwendung von Antibiotika oder Verhütungsmitteln wie der Pille oder auch Hormontherapien können Milchsäurebakterien schaden und dadurch die Scheidenflora verändern – wodurch der Schutz vor Krankheitserregern nachlässt und als Bakterielle Vaginose bezeichnete Erkrankungen entstehen können.

Die von Womenshealth zitierte US-amerikanische Gynäkologin Carolyn DeLucia rät daher zum regelmäßigen Verzehr von probiotischen Lebensmitteln wie Naturjoghurt, Sauerkraut oder Miso. „Probiotika fördern die Balance an gesunden Bakterien, um dadurch den pH-Haushalt zu unterstützen und ein gesundes Wachstum an Milchsäurebakterien zu erreichen.“ Forscher der Universität Zagreb haben in die gezielte Anwendung eines oralen Präparates aus den Milchsäurebakterien Lactobacillus rhamnosus GR-1 und Lactobacillus reuteri RC-14 untersucht. Nach sechs Wochen Anwendungsdauer war bei knapp zwei Dritteln der Frauen, die das Präparat einnahmen, die Scheidenflora wieder im Gleichgewicht, in der Placebo-Gruppe war das nur bei 26,9 Prozent der Frauen der Fall.

Wie bedeutend eine gesunde Scheidenflora ist, zeigt auch der Vergleich von Kaiserschnitt-Babys mit Neugeborenen, die auf natürlichem Wege zur Welt kommen und dabei mit Bakterien aus der Vagina übersät werden.

Quellen:

http://www.womenshealth.de/health/symptome-krankheiten/wenn-ihre-vagina-essen-bestellen-koennte.100366.htm

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/geschlechtskrankheiten/article/834120/statt-antibiotikum-orale-probiotika-bakterieller-vaginose.html

Bakterielle Vaginose: Vorbeugen durch gesunde Bakterien
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