Bakterien und ihr positiver Einfluss auf den menschlichen Körper

Neue Erkenntnisse zu Neurodermitis Haut

Neurodermitis

Unsere Haut ist von unzähligen Bakterien besiedelt, das ist ein Normalzustand, auch bei Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten. Entscheidend für die Gesundheit unserer Haut ist aber, wie diese Bakterienvielfalt zusammengesetzt ist. Denn die Balance aus gesunden und weniger gesunden Bakterien beeinflusst auch die Hautbarriere, also jenen Bereich, der die Haut vor dem Eindringen pathogener (= krank machender) Keime schützt.

Münchner Forscher haben untersucht, wie die Bakterien-Zusammensetzung bei Neurodermitis-Kranken und die Auswirkung dieser Bakterien-Zusammensetzung auf die Hautbarrierefunktion zusammenhängen. Ganz konkret wollten die Wissenschaftler „herausfinden, ob zwischen Bakterien und Genen der Hautbarriere mögliche Korrelationen bestehen“, heißt es in einem Beitrag der Ärztezeitung. Dazu sammelten sie laut Informationen der TU München Hautproben von gesunden Probanden sowie von Menschen mit Neurodermitis.

Das Ergebnis zeigte, dass auf der Haut der Neurodermitis-Betroffenen der Keim Staphylococcus aureus besonders häufig zu finden war. Bei einigen Proben entzündeter Haut nahm S. aureus bis zu 99 Prozent der gesamten mikrobiellen Zusammensetzung ein, heißt es in dem Bericht der Technischen Universität. Auch bei Probanden, deren Haut betroffen, aber noch nicht entzündet war, wurde S. aureus in hoher Anzahl festgestellt.

Im Umkehrschluss kann das heißen, dass eine vorsorgliche Pflege der Haut mit mikrobiotischen Wirkstoffen, die das Wachstum gesunder Bakterien stimuliert und damit Keime wie S. aureus in Schach hält, einen Ausbruch der entzündlichen Phase der Hauterkrankung eindämmen könnte.

Was die Forscher noch feststellten: Bei entzündeter Haut waren manche Gene in ihrer Aktivität „signifikant verändert, je nachdem welche bakteriellen Bewohner auf der Haut lebten“. Das heißt, dass die Gene an der Instandhaltung einer intakten und stabilen Hautbarriere beteiligt sind – und umgekehrt, dass die Balance der Hautflora auch Auswirkungen auf unsere Gene haben könnte.

 

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/969212/verdraengung-anderer-keime-bakterien-beeinflussen-hautbarriere.html

Neue Erkenntnisse zu Neurodermitis
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