Bakterien und ihr positiver Einfluss auf den menschlichen Körper

Zu viel Kosmetik schadet der Haut Haut

Kosmetik Haut. cosmetics

Für trockene Haut, für spröde Haut, für fettige Haut, bei Hautreizungen und Entzündungen: Für nahezu jede Hautbeschaffenheit und jedes Symptom gibt es eine Creme oder eine Salbe, die uns helfen soll, unsere Haut gesund und Bakterien und andere vermeintliche Schadstoffe fernzuhalten.

Doch die Haut braucht Bakterien.

Unter anderem hängt der natürliche Säureschutzmantel der Haut (pH-Wert) von der Besiedelung mit gesunden Bakterien ab.

Viel Kosmetik wie Seifen, Cremes und Sprays vernichten nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch solche, die von Natur aus im Körper und auf der Haut vorkommen und diese schützen. Den natürlichen Bakterien-Schutzmantel und damit den natürlichen Säureschutzmantel der Haut pflegen und wiederherstellen – das muss das Ziel sein.

Benutzen wir bedenkenlos Salben und Cremes im Glauben an die richtige Hautpflege, dann ignorieren wir häufig die Mikroorganismen, die auf unserer Haut leben. Sie sorgen für eine gesunde Hautflora und haben damit eine bedeutende positive Wirkung auf den Gesundheitszustand eines Menschen.

Hautpflege-Produkte und Kosmetik-Marken, die den natürlichen Gegebenheiten der Haut gerecht werden, müssen auf dieser Basis entwickelt und produziert werden und müssen sicherstellen, dass die Schutzbarriere, die durch die natürlichen Bakterien aufgebaut wird, erhalten bleibt und unterstützt wird. Gesunde Bakterien schützen unsere Haut.

Zu viel Kosmetik schadet der Haut
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Recent Comments

  1. scite!

    Hallo,
    wäre eine Pflege, die ausschließlich Stoffe verwendet, die die menschliche Haut selbst produziert, nicht die sinnvollste Pflege?
    Ich denke da z.B. an Wollwachs, Butterschmalz und Amaranthöl(*) (20:30:50). Würde man Wasser in der Rezeptur vollständig vermeiden, könnte man auf Konservierungsmittel, Emulgatoren und Stabilisatoren gänzlich verzichten, was den „guten“ Bakterien sicherlich helfen würde.
    (*) Amaranthöl enthält nennenswerte Mengen Squalen, das natürlicherweise in größeren Mengen im menschlichen Talg vorhanden ist.

    1. ORGANOBALANCE Team

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Wollwachs, Butterschmalz und Amaranthöl haben gute hautpflegende Eigenschaften und wirken nicht antibakteriell, daher können diese hautähnlichen Stoffe wie von Ihnen vorgeschlagen gut in der Hautpflege verwendet werden, ohne die Mikrobiota der Haut zu schädigen. Als wasserfreie Mischung eignen sie sich jedoch eher als Basis für spezielle Heilsalben, da ja jede Haut sowohl Fett als auch Feuchtigkeit benötigt. Für die regelmäßige Tagespflege sind daher Pflegeprodukte sinnvoll, die neben öligen auch wässrige Komponenten enthalten, sodass auch wertvolle wasserlösliche Pflegestoffe wie die ebenfalls hautähnliche Hyaluronsäure verwendet werden können. Je nach Hauttyp kann das optimale Verhältnis zwischen Fett und Feuchtigkeit natürlich variieren. Der Trend bei der pflegenden Kosmetik geht aktuell dazu, wenn möglich komplett auf tierische Inhaltsstoffe zu verzichten und nur rein pflanzliche Komponenten zu verwenden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr ORGANOBALANCE Team

      1. scite!

        Hallo,
        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass die Fett- und Wasserphase gemischt werden. Erst dadurch werden Konservierungsmittel, Emulgatoren und Stabilisatoren nötig.
        Wie wäre es, wenn man die wasserlöslichen Stoffe mittels eines Feuchttuches (technologisch bereits als feuchtes Toilettenpapier verfügbar) nach dem Duschen auftragen würde, um dann anschließend die Fettphase – wo nötig – gezielt aufzubringen?

        1. ORGANOBALANCE Team

          Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse am Thema Hautpflege. Emulgatoren und Stabilisatoren werden in Pflegprodukten dazu verwendet, stabile Mischungen aus fett- und wasserlöslichen Komponenten herzustellen. Wie Sie richtig beschrieben haben, werden diese Komponenten nicht benötigt, wenn Fett- und Wasserphase getrennt vorliegen. Produkte mit Wasseranteil müssen bei längerer Lagerung jedoch generell durch Konservierungsmittel geschützt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um reine Flüssigkeiten oder flüssigkeitsgetränkte Tücher wie z.B. Toilettenpapier handelt.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr ORGANOBALANCE Team

          1. scite!

            Hallo!
            Zu „Produkte mit Wasseranteil müssen bei längerer Lagerung jedoch generell durch Konservierungsmittel geschützt werden.“ (s.o.):
            Ich nutze derzeit eine wässrige Lösung von 4% Milchsäure (Razemat), 4% Natriumlaktat (dito) und 2% Meersalz in einem Pumpzerstäuber. Diese Lösung zeigt bei mir kein „Verderben“ trotz längerer und nicht steriler Lagerung. Man kann sie in sehr geringen Mengen auftragen und falls nötig abtrocknen. Ein Zusatz von Harnstoff wäre problemlos möglich. Hyaluronsäure ist ein Bestandteil des Bindegewebes und nicht der Epidermis und somit meiner Ansicht nach nicht sinnvoll zur Hautpflege einsetzbar.
            Dieses Spray (evtl. auch mit Harnstoff) in Kombination mit der von mir beschrieben Salbe benötigt keine Konservierungsmittel, Emulgatoren, Stabilisatoren etc..
            mfG
            scite!

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